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Medizin

Untersuchungen

Pleurapunktionen

Bei Erkrankungen des Rippenfells oder zwischen Rippen- und Lungenfell gelegenen Flüssigkeitsansammlungen wird gewöhnlich von außen durch die Haut eine Gewebe- oder Flüssigkeitsprobe entnommen. Dabei wird eine geeignete Stelle durch Ultraschalluntersuchung festgelegt und örtlich betäubt. Danach ist die Gewebeentnahme selbst weitgehend schmerzlos.

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Röntgenuntersuchung von Lunge und Nasennebenhöhlen

Viele Lungenerkrankungen spielen sich tief im Inneren des Brustkorbs ab und können weder durch gründliche ärztliche Untersuchung noch durch Atemmessungen erkannt werden. Sollte daher bei Ihnen aufgrund bestimmter Beschwerden (z. B. unerklärliches Fieber, starkes nächtliches Schwitzen, Gewichtsabnahme, ständiger Husten, eitriger oder blutiger Auswurf u.ä.) der Verdacht gegeben sein, daß es sich um eine solche Lungenerkrankung handelt, muß eine Röntgenaufnahme der Lunge angefertigt werden. Eine Ultraschalluntersuchung der Lunge ist leider in der Regel wegen des Luftgehaltes nicht möglich.
Sie müssen dennoch keine Angst vor Röntgenaufnahmen haben. Die Strahlenbelastung des in der Praxis installierten modernen Röntgengerätes ist verschwindend gering. Zudem wird die korrekte Funktion der Anlage durch tägliche praxisinterne Qualitätskontrolle sowie regelmäßige externe Kontrolle einer Wartungsfirma und des TÜV’s überprüft.
Zudem können Sie ihre eigene Strahlenbelastung noch weiter reduzieren indem Sie kürzlich angefertigte Aufnahmen zur Untersuchung mitbringen und sich jede Röntgenaufnahme in einem Röntgenpass (erhältlich bei Ihrer Krankenkasse) dokumentieren lassen. In vielen Fällen können Ihnen dadurch unnötige Wiederholungsaufnahmen erspart werden.
Dennoch muss in jedem Einzelfall Vor- und Nachteil einer Aufnahme gewissenhaft gegeneinander abgewogen werden, zumal Röntgenaufnahmen immer nur eine momentane Situation abbilden. Auch ein regelrechter Befund kann sich gelegentlich rasch ändern!

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Ambulante Bronchoskopie (Lungenspiegelung) ggf. mit Probeentnahme

Im Rahmen einer Bronchoskopie (Lungenspiegelung) werden die Atemwege von innen besichtigt. Dabei wird ein sehr dünner, biegsamer Glasfaserschlauch zumeist über die Nase in die Atemwege eingeführt. Über ein Lichtleiterkabel ist dabei eine Innenansicht des Kehlkopfs, der Luftröhre sowie der Bronchien und ihre Aufzeichnung möglich. Gleichzeitig können unter Sicht Schleim- und Gewebeproben für weiterführende Untersuchungen entnommen werden. In einzelnen Fällen ist auch die Entfernung von aspirierten(in die Atemwege gelangten) Fremdkörpern möglich.
Sollte bei Ihnen eine Bronchoskopie nötig sein, erhalten Sie in der Regel einen Termin frühmorgens. Nach Inhalation eines Lokalanästhetikums zur Betäubung der Schleimhaut erfolgt die Durchführung der Untersuchung unter gleichzeitiger Herz- und Kreislaufüberwachung. Nach Abschluß der Untersuchung sollten Sie sich noch für ca. 1-2 Stunden bei uns ausruhen. Gelegentlich verspüren Sie nach der Untersuchung für einige Zeit leichte Heiserkeit oder Rachenreizung. Nach Entnahme einer Gewebeprobe kann es auch kurzfristig zu geringfügigen Blutbeimengungen im Auswurf kommen. Dies klingt in der Regel jedoch bald ab.
Achtung: Ausübung der Berufstätigkeit und Teilnahme am Straßenverkehr sollten am Untersuchungstag unterbleiben, insbesondere wenn zu Beginn der Untersuchung ein Betäubungsmittel („Schlafspritze“) verabreicht wurde.

Bei dieser Untersuchung ist natürlich gewährleistet, daß keine Krankheitserreger von einem Patienten auf den anderen übertragen werden. Wir lassen dazu unser Bronchoskopiegerät in regelmäßigen Abständen von einem anerkannten Hygieneinstitut auf Keimfreiheit überprüfen. Erfolgreiche Teilnahme an diesem Test wird mit folgendem Zertifikat bescheinigt.

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Ambulante Schlafapnoediagnostik

Bei Schlafapnoen handelt es sich um eine Unterbrechung des Atemstroms im Schlaf. Diese Störung geht häufig einher mit unregelmäßigem Schnarchen. Auswirkungen dieser Störungen könnten ein nicht erholsamer Schlaf, starke Müdigkeit tagsüber und Bluthochdruck sein. Eine erhöhte Unfallgefährdung im Straßenverkehr sowie eine erhöhte Sterberate im Zusammenhang mit Schlafapnoen ist bekannt.
Sollten Sie an oben genannten Beschwerden leiden oder Ihr Partner/Partnerin Atemanhalten im Schlaf und starkes Schnarchen bemerkt haben, führen wir ein ambulantes Diagnostikprogramm durch. Sie erhalten dazu einen kleinen tragbaren Computer der bei Ihnen zu Hause während des Schlafes bestimmte Parameter (Atmung, Lage, Puls, Sauerstoffgehalt im Blut und Schnarchen) registriert. Wie die einzelnen Sensoren genau anzulegen sind wird Ihnen während eines Besuches in der Praxis ausführlich erläutert.
Nach Auswertung der Ergebnisse über ein Computerprogramm werden die Befunde mit Ihnen besprochen und falls nötig eine Aufnahme im nächstgelegenen Schlaflabor zur weiteren Behandlung veranlaßt.
Sollte bei Ihnen eine so schwere Erkrankung vorliegen, daß eine ständige nächtliche Überdruckbeatmung aufgrund der häufigen Atemaussetzer nötig ist, so muß diese Behandlung in 6-monatigen Abständen (ähnlich wie beim Herzschrittmacher) fortlaufend kontrolliert werden. Wir verfügen über entsprechende Geräte die auch eine Kontrolle dieser CPAP-Therapie zu Hause ermöglichen.

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Inhalationsbehandlung

Bei Erkrankungen der Atemwege kommt eine Inhalationsbehandlung besonderer Bedeutung zu. Sicherlich haben Sie bereits die angenehme Wirkung „guter Luft“ z. B. im Gebirge oder an der Küste auf Ihre Atemwege bemerkt. Wir verfügen über eine umfangreiche Auswahl von Geräten zur Feuchtinhalation mit und ohne Medikamentenzusatz. Falls nötig können wir Ihnen auch ein Inhalationsgerät vorübergehend nach Hause entleihen.

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Patientenschulung

Je gründlicher Sie über Ihre Erkrankung informiert sind um so besser können Sie an der Genesung mitarbeiten.

Dazu führen wir seit Jahren in regelmäßigen Abständen Schulungsseminar für erwachsene Patienten mit obstruktiven Atemwegserkrankungen (Asthma bronchiale, chronisch obstruktive Bronchitis) durch. Inhalt dieser Seminare ist Darstellung des Aufbaus der Atemwege, umfassende Information über das Krankheitsbild sowie die medikamentöse und nichtmedikamentöse Behandlung.

Neu - Wir helfen Ihnen bei Ihrem Vorsatz das Rauchen einzustellen! Dazu bieten wir Ihnen eine 12-monatige systematische Begleitung und Unterstützung bei Ihrem Versuch zur Rauch- und Nikotinabstinenz an. Bitte fragen Sie nach dem Programm.

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Allergiediagnostik

Viele Lungenerkrankungen (und Hauterkrankungen) sind verursacht durch eine Überreaktion des Immunsystems auf unsere Umwelt. Diese Situation nennt man Allergie. Ein großer Teil der Menschen in Deutschland tragen eine Allergieveranlagung (Atopie) mit sich.
Im Rahmen eines Allergietestes wird versucht, diejenigen Umweltstoffe zu erkennen die einen ungünstigen Einfluß auf Ihren Gesundheitszustand ausüben. Dabei werden verdächtige Stoffe (Allergene) mit Tropfen auf die Haut des Unterarmes aufgebracht und die Haut mit einer kleinen Lanzette oberflächlich eingeritzt. Danach wird die jeweilige Reaktion durch Bestimmung der sich dabei entwickelnden Hautblase (Quaddel), des Juckreizes und der Rötung festgehalten. Diese Form der Allergietestung wird Pricktest genannt.
Eine verfeinerte Form besteht darin, daß die Allergene mit einer feinen Spritze knapp unter die Haut injiziert werden (sogenannter Intrakutantest).
In einzelnen Fällen ist es nötig, das verdächtige Allergen noch zusätzlich durch inhalative Provokation auszutesten. Dies ist überwiegend dann der Fall, wenn das Ergebnis der Hautallergieteste nicht eindeutig ist, oder wenn aufgrund des Allergietestes eingreifende Konsequenzen gezogen werden müssen ( z. B. Trennung von Lieblingshaustier oder Berufswechsel).
In einzelnen Fällen zeigt sich im Rahmen eines Allergietestes eine positive Reaktion ohne daß der betreffende auf den Stoff bisher Krankheitszeichen entwickelt hat. In diesem Falle spricht man nicht von Allergie sondern von Sensibilisierung. Eine solche Situation kann Hinweis dafür sein, daß sich evtl. später bei häufigem Kontakt mit dem Allergen eine echte Erkrankung entwickeln wird.

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© Dr. med. Norbert Wagner, D-96049 Bamberg 2008